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EU-Projekt LIFE LOCAL ADAPT

Aktuelles

Die erste Version des Portals für Kommunen im ReKIS ist nun freigeschalten. Hier können Sie sich zur lokalen Entwicklung des Klimas, Anpassungsmöglichkeiten an den Klimawandel und entsprechende Fördermöglichkeiten sowie Hilfsangebote informieren.

Zum Projekt

Durch den Klimawandel kommen vermehrt Gefahren wie Unwetterereignisse, Hochwässer und Hitzewellen auf die Städte und Gemeinden zu. Damit die Kommunen zukunftsfähige Strukturen entwickeln können, sollten sie sich bereits heute auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten. Im Rahmen des EU-Projektes LIFE LOCAL ADAPT werden kleine und mittlere Kommunen bei Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) beraten und unterstützt. Das Projekt richtet sich vorwiegend an sächsische Kommunen mit bis zu 100.000 Einwohnern.

Wenn auch Sie sich für das Projekt interessieren, kontaktieren Sie uns gerne unter nebenstehenden Kontaktdaten.

© LfULG: Burkhard Lehmann

Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie ist einer von 6 Projektpartnern, die unter Leitung der TU Dresden das Projekt »LIFE LOCAL ADAPT« im EU-Umweltprogramm LIFE (2014-2020) bearbeiten. Ziel des Vorhabens mit der geplanten Laufzeit 01.07.2016 bis 30.06.2021 ist die Verbesserung der Integration von Klimaanpassungsmaßnahmen auf der lokalen Ebene, insbesondere in kleinen und mittleren Kommunen in Sachsen. Das Vorhaben umfasst dabei

  • die Vermittlung praxisnahen Wissens zur Klimaanpassung in kommunale Aufgaben
  • die Ergänzung kommunaler Ressourcen zur Integration von Klimaanpassungsaktivitäten sowie
  • die Unterstützung zur Umsetzung konkreter Klimaanpassungsmaßnahmen.

Kommunen und damit auch ihre Einwohner/Bürger sind über vielen Verantwortungsbereiche oftmals unmittelbar von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Die Berücksichtigung, Planung und Umsetzung von lokaler Maßnahmen betrifft zum Beispiel die Stadt-, Freiraum- und Bauleitplanung, die Gestaltung der technischen und sozialen Infrastruktur und natürlich den vorsorgenden und akuten Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Fehlende Ressourcen oder fehlendes Praxiswissen erschweren jedoch v.a. in kleinen und mittleren Kommunen eine vorausschauende Berücksichtigung dieser Entwicklungen. An dieser Stelle setzt LIFE LOCAL ADAPT an.

Während der 5-jährigen Laufzeit soll die Sensibilisierung und Beachtung der Anpassung an den Klimawandel in den o.g. Handlungsbereichen stärker verankert werden. Interessierte Kommunen werden dabei von sogenannten »Climate Coaches« vorort begleitet und unterstützt. Durch zwei Wettbewerbe mit den Kommunen werden zudem Anpassungsmaßnahmen ausgewählt, deren Umsetzungsplanung durch den Freistaat Sachsen finanziell unterstützt wird. Hieraus erhoffen sich die Projektbearbeiter weitere Vorbildwirkungen für andere Kommunen.

Neben der der TU Dresden und dem Sächsischen Landesamt für Landwirtschaft und Geologie (LfULG) sind weitere Partner aus Deutschland, Tschechien, Österreich und Lettland beteiligt.

Wettbewerbe

Sechs Ideen der kommunalen Klimaanpassung ausgezeichnet

Am 5. Dezember 2019 wurden die Gewinner der zweiten Runde des Wettbewerbs »Klimaanpassung in sächsischen Kommunen« öffentlich bekannt gegeben. Die Siegerehrung im Rahmen des Klimakolloquiums in der Sächsischen Aufbaubank in Dresden statt.


Kleine und mittlere Städte und Gemeinden konnten sich bis August  2019 beim Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie mit Ideen zur Klimaanpassung bewerben. Eine Expertenjury wählte im Herbst aus dreizehn Vorhaben sechs Siegerideen, die mit durchschnittlich 30.000 EUR für nichtinvestive Klimaanpassungsmaßnahmen unterstützt werden. Dazu zählen z.B. Planungen, Analysen oder Workshops. Die Themenschwerpunkte reichen von der Anpassung an Starkregenereignisse und Trockeneheit durch neue Wege in de Landnutzung im Landkreis Säschische Schweiz Osterzgebirge über ein klimaangepasstes Stadtgrün in der Stadt Zwickau bis zur Unterstützung der Stadt Bad Düben bei der Sensibiliserung der Bevölkerung für Klimawandelanpassung.

Sieger des Wettbewerbs »Klimaanpassung in sächsischen Kommunen« 2019
Sieger des Wettbewerbs »Klimaanpassung in sächsischen Kommunen« 2019  © LFULG: Burkhard Lehmann

Sechs gute Ideen der kommunalen Klimaanpassung ausgezeichnet

Am 7. Dezember 2017 wurden im Rahmen des Klimakolloquiums in der Sächsischen Aufbaubank in Dresden die Gewinner des Wettbewerbs »Klimaanpassung in sächsischen Kommunen« 2017 öffentlich bekannt gegeben und geehrt.

Kleine und mittlere Städte und Gemeinden bewarben sich 2017 beim Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie mit Ideen zur Klimaanpassung. Eine Expertenjury wählte im Herbst aus zwölf Vorhaben fünf Siegerideen, die mit 15.000 bis 50.000 EUR für nichtinvestive Klimaanpassungsmaßnahmen unterstützt werden. Dazu zählen z.B. Planungen, Analysen oder Workshops. Die Themenschwerpunkte reichen von der Anpassung an Starkregenereignisse in der Stadt Zittau bis zu Untersuchung der Auswirkungen des Klimawandels auf den Grundwasserhaushalt im Landkreis Mittelsachsen.

Auszeichnungen der besten Stadtprojekte im Rahmen des 2. Statuskolloquium Klima im Dezember 2017
Auszeichnungen der besten Stadtprojekte im Rahmen des 2. Statuskolloquium Klima im Dezember 2017  © LfULG: Irini von Rechenberg

Veranstaltungen

© LfULG: Janka Soltes

Der Workshop vom 11.02.2020 im Rahmen des EU-Projektes LIFE LOCAL ADAPT richtete sich an Einrichtungen des Gesundheitswesens und der Pflege, an Kommunen sowie an sonstige öffentliche Einrichtungen, bei denen die Gesundheit der Bevölkerung im Hinblick auf die Folgen des Klimawandels im Fokus steht. Die Schwerpunkte bildeten dabei Erfahrungen aus der Praxis einer Pflegeeinrichtung sowie aus wissenschaftlicher Sicht die Prävention von hitzebedingten Gesundheitsschäden  / Todesfällen bei vulnerablen Personen. Der Workshop leitete mit einem Überblick über die Auswirkungen des Klimawandels auf Sachsen ein und zeigte außerdem die Herausforderungen aus dem Klimawandel für Stadtplanung und Städtebau auf.

Impression Publikum © LfULG: Martina Straková

»Ein Großteil der hitzebedingten Gesundheitsschäden ist vermeidbar, wenn Gesundheits- und Sozialsysteme sowie die öffentliche Infrastruktur vorbereitet sind.«

Quelle: Heat Health Action Plans – Guidance, WHO Europe 2008

Ein wichtigstes Werkzeug zur Prävention von hitzebedingten Gesundheitsschäden stellt die Ausarbeitung eines Hitzeaktionsplanes dar. in diesen Plänen werden Verantwortlichkeiten und Maßnahmen im Falle des Eintretens von Hitzewellen festgeschrieben, aber auch längerfristige, präventive Maßnahmen definiert. Da sich vorhandene Infrastrukur und klimatische Bedingungen regional stark unterschieden, müssen regionale Hitzeaktionspläne erstellt werden.

Vorträge

Am 14. August 2018 stellte das EU-Projekt LIFE LOCAL ADAPT eine praxisnahe und kostengünstige Maßnahme zum Hochwasser- und Erosionsschutz vor: Die bewirtschaftungsintegrierte Verwallung auf einer Ackerbaufläche in Pröda (bei Meißen). Nach einer theoretischen Einführung in die Thematik Klimawandel und Erosionsschutz erfolgte die Besichtigung der Maßnahme vorort.

 Am 24. Januar 2017 fand in Nossen die Auftaktveranstaltung des Projektes statt. Kommunen und Experten haben dort von ihren Erfahrungen bei der Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen berichtet.

Bild Auftaktveranstaltung LIFE LOCAL ADAPT am 24. Januar 2017 in Nossen, (Foto: Dominic Rumpf)
Begrüßung durch Werner Sommer  © LfULG: Dominic Rumpf

Programm

  • 16:00 Uhr Begrüßung
    Werner Sommer (LfULG)
     
  • 16:10 Uhr Klimawandel und -folgen in Sachsen
    Dipl.-Hydrol. Majana Heidenreich (TU Dresden, Lehrstuhl für Hydrologie und Meteorologie)
     
  • 16:25 Uhr EU-Projekt LIFE LOCAL ADAPT
    Dominic Rumpf und Janka Soltes (LfULG)
     
  • 16:40 Uhr Klimaanpassung in einer Kommunalverwaltung - Erfahrungen aus REGKLAM
    Wolfgang Socher (Umweltamt Dresden)
     
  • 17:10 Uhr Klimaanpassung von Gebäuden - Schadenserfahrungen, Verletzbarkeitsanalysen und Anpassungsmaßnahmen
    Prof. Dr.-Ing. Thomas Naumann (Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung)
     
  • 17:40 Uhr Klimaanpassung im Windbergpark Freital
    Anne-Pauline Kittel (Stadtbauamt Freital)
     
  • 18:10 Uhr Lockerer Erfahrungs- und Gedankenaustausch

Vorträge

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