Berücksichtigung abgesetzter Niederschläge bei der Korrektur von Niederschlagsmessungen

Projektlaufzeit: 09/2015 - 03/2017

Projektziel

Ziel des Vorhabens war die Entwicklung eines objektiven Verfahrens zur Berücksichtigung abgesetzter Niederschläge bei der routinemäßigen Korrektur jährlicher, monatlicher und täglicher Niederschlagsmessungen.

Projektergebnisse

  • Es wurde ein Verfahren entwickelt, mittels meteorologischer Daten und Vegetationsdaten Nebelniederschlag räumlich (in Abhängigkeit der Vegetationsdaten bis zu 25 m) und zeitlich (Stundenwerte) hoch aufgelöst zu berechnen.
  • Das erstellte Modell zur Berechnung des Nebelniederschlages verwendet allgemein gültige physikalische sowie anerkannte analytische Zusammenhänge und ist somit grundsätzlich auch auf andere Gebiete anwendbar.
  • Erstmals wurden Methoden entwickelt, die die Berechnung des Nebelniederschlages über den Flüssig-Wassergehalt und somit unter Berücksichtigung der „Dichte“ des Nebels flächendeckend ermöglichen.
  • Die Berechnungen können flexibel sowohl für beobachtete als auch für prognostizierte Landnutzungs- bzw. Klimaänderungen durchgeführt werden.
  • Die Modellergebnisse können als zusätzlich gefallener Niederschlag in Wasserhaushaltsberechnungen (u.a. KLIWES) berücksichtigt werden.
  • Die berechneten Nebeldepositionswerte sind geeignet um Auswirkungen wie beispielsweise Eisbruch im Wald oder Verstärkung von Frühjahrshochwassern zu ermitteln.
  • Als Produkt stehen 1km-Rasterdaten für tägliche und monatliche Nebelniederschläge im Zeitraum 1967 bis 2014 zur Verfügung (Bereitstellung erfolgt über ReKIS).

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Fachzentrum Klima

Dr. Johannes Franke

Telefon: 0351 26125500

E-Mail: Johannes.Franke­@smekul.sachsen.de

Abschlussbericht

Schriftenreihe Heft 09/2017, Modellierung abgesetzter Niederschläge
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