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Landwirtschaft

Innerhalb des Kohlenstoffkreislaufs sind große Mengen an Kohlenstoff in der Vegetation und den Böden gespeichert. Die Senkenleistung (Bilanz aus Quellen und Senken) von standortangepasst genutztem Grünland ist dabei in der Regel höher als bei Ackernutzung. Eine besondere Rolle haben Moorböden, die in natürlichem Zustand bedeutende Kohlenstoffmengen speichern.

Die landwirtschaftliche Nutzung kann daher einerseits zu umfangreicher Freisetzung von Kohlenstoff (z. B. Grünlandumbruch zur Ackernutzung, Entwässerung von Mooren) führen, aber andererseits auch die langfristige Einbindung sicherstellen.  

Knapp 5 Prozent der Treibhausgasemissionen in Sachsen stammen aus der Landwirtschaft, überwiegend durch die Emission von Lachgas und Methan. Die flächenbezogenen Emissionen der landwirtschaftlichen Nutzfläche liegen in Sachsen um rund 28 Prozent niedriger als im bundesdeutschen Vergleich.

Die Klimawirkungen der Landnutzung werden im Rahmen der Klimapolitik gemeinsam mit Forstwirtschaft und Landnutzungsänderungen als eigener Sektor (engl. LULUCF) erfasst. Auf internationaler Ebene sind diese Bereiche in die Zielberechnungen für Maßnahmen zum Klimaschutz einbezogen.

Ziele:

  • Senkengerechte Bewirtschaftung landwirtschaftlich genutzter Böden
  • effizientes Stickstoff-Management

Maßnahmen und Projekte:

  • Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, z.B. zur stickstoffreduzierten Tierfütterung
  • Wissens- und Erfahrungsaustausch, z.B. in gemeinsamen Arbeitskreisen der Landwirte

Fördermöglichkeiten:

  • Flächenbezogene Förderung z.B. des Anbaus von Zwischenfrüchten, bodenschonende Verfahren des Ackerfutter-/Leguminosenanbaus, Anlage von Brache-/Blühflächen, extensive/naturschutzgerechte Grünlandbewirtschaftung
  • investive Förderung z.B. zur Erhöhung der Lagerkapazität von Wirtschaftsdünger (Voraussetzung für Ausbringung zu Zeiten mit bester N-Verwertung), emissionsarme Ausbringtechnik, Sensortechnik zur teilflächenspezifischen Düngung.
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