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Stadtentwicklung

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(© LfULG)

Darstellung der maximalen Temperaturdifferenz von Siedlungsbereichen im Vergleich zu ihrem Umland. Der maximaler Effekt wurde aufgrund baulicher Gegebenheiten unter Berücksichtung der Biotoptypen und Landnutzungskartierung (Stand 2005) und der Versiegelungskartierung (Stand 2009) nach einem Verfahren von Kuttler 1997 (Städtische Klimamodifikation, VDI Bericht 1330) abgeleitet.

Kartendarstellung des städtischen Hitzeinseleffekts für Sachsen. Es zeigt sich, dass Siedlungsbereiche je nach Größe zwischen 0,4 bis 3,5 Kelvin wärmer sind als die unbebaute Umgebung.

Der Klimawandel wirkt sich in Kommunen und Städten auf unterschiedliche Art und Weise aus. Während größere Städte aufgrund ihrer Struktur vermehrt von Überhitzung betroffen sind, führen kleinräumige extreme Niederschlagsereignisse vor allem in kleineren Kommunen im ländlichen Raum zu Bodeneintrag in den Siedlungsraum. Die Trockenjahre 2018, 2019 und 2020 schädigten zudem vielerorts das Stadtgrün.

Die in Sachsen vorherrschenden naturräumlichen Gegebenheiten prägen sich auf die Betroffenheiten der kommunalen Handlungsfelder im Hinblick auf die Klimaentwicklung unterschiedlich aus. Beispielsweise müssen sich Kommunen im Norden und Osten Sachsens aufgrund der hydrologischen Situation der Herausforderung Wasserknappheit (Wasserversorgung) stellen, während Kommunen in den Mittelgebirgen aufgrund der Morphologie vermehrt von Erosion (→ Bauen und Wohnen) aufgrund von lokalen Starkregenereignissen betroffen sind. Starkregenereignisse können prinzipiell überall auftreten, es ist aber abzusehen, dass sich Auswirkungen lokal verstärken.

Der beobachtete Trend in der Temperaturentwicklung wirkt sich hingegen überregional auf die Hitzebelastung (→ Menschliche Gesundheit, Bauen und Wohnen) in den Kommunen, sowie auf die Produktivität im lokalen Gewerbe aus.

Zur Unterstützung der Kommunen bieten wir mit REKIS.kommunal eine Informationsplattform speziell für Kommunen an. Dort liegen Faktenblätter zur Temperatur- und Niederschlagsentwicklung für alle Kommunen Sachsens bereit.

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